Mai 15: Startet Google einen eigenen Musikstreaming-Dienst?
Nicht nur Apple veranstaltet jeden Sommer seine Entwicklerkonferenz WWDC. Auch Konkurrent Google ist mit seiner unter dem Namen "Google I/O" firmierenden Konferenz Jahr für Jahr zu dieser Jahreszeit am Start. Diese beginnt am heutigen Abend um 18:00 Uhr mit einer Keynote im Moscone Center in San Francisco. Wer mag, kann sich das Treiben der Apple-Konkurrenz auch in einem Live-Stream anschauen. Als Themen werden dabei das dem Game Center ähnelnde Gaming-Framework "Play Games", Android 4.3 und ein verbessertes Nexus 4 gehandelt. Aktuellen Berichten der New York Times und von The Verge zufolge könnte Google aber auch noch einen eigenen Musik-Streaming-Dienst nach dem Vorbild von Spotify oder Rdio in der Schublade haben. Dies ist vor allem deswegen interessant, weil Apple bereits seit einiger Zeit Bestrebungen in dieselbe Richtung nachgesagt werden, die bislang aber vor allem an den Abgaben an die Rechteinhaber gescheitert sein sollen. Laut The Verge soll Google bereits entsprechende Deals mit den drei großen Labels Universal, Sony und Warner in der Tasche haben, ohne das dabei jedoch klar ist, wie die Einzelheiten des Abkommens aussehen. Die New York Times geht jedoch davon aus, dass Google den Dienst lediglich in einer kostenpflichtigen Variante anbieten wird und nicht in einer durch Werbung finanzierten Freemium-Version. Die Kosten für den Nutzer sollen dabei vergleichbar mit denen von Spotify sein und bei etwa $ 10 pro Monat liegen.
Vergleiche mit Apples gemunkelten "iRadio" zu ziehen, sind allerdings müßig. Nach den Gerüchten wird Google sich mit seinem Dienst wohl eher an Spotify orientieren, während Apples iRadio eher dem Angebot von Pandora ähneln soll. Der zeitliche Zusammenhang mit den Gerüchten um Apple ist dennoch interessant und folgt einem bekannten Muster. Gerüchte um einen Musikstreaming-Dienst von Apple und Google baut etwas ähnliches. Gerüchte um eine iWatch von Apple und Samsung lässt verlauten, man baue bereits seit einiger Zeit an so einem Produkt. Mutmaßungen um einen Innovationsstau bei Apple hin oder her. Nach wie vor schaut eine ganze Branche nach Cupertino und wartet auf das, was sich Apple als nächste Revolution ausdenken wird.
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Mai 15: Apple veröffentlicht iMovie 9.0.9
Mai 14: iPhone 5S: Neuer Home-Button im Tick-Tock-Zyklus?
Das iPhone 5S wird wohl (erst) in diesem Herbst auf den Markt kommen. Dies ist momentan zumindest der Stand der Dinge. Dennoch ist die Gerüchteküche zu dem neuen Gerät knapp vier Wochen vor der WWDC und der damit verbundenen Vorstellung von iOS 7 bereits in vollem Gange. Einen interessanten Gedankengang zu dem Thema hat Pablo Bendersky auf pablin.org (via iFun) dargelegt. So sieht es ganz danach aus, dass auch Apple inzwischen auf das von Intel populär gemachte "Tick-Tock-Modell" aufgesprungen ist. Beim Chip-Hersteller baut man komplett neue Architekturen inzwischen in den geraden Jahren, während man in den ungeraden Jahren Optimierungen an der aktuellsten Plattform vornimmt. Schaut man sich Apples Vorgehensweise der vergangenen Jahre an, kann man ein ähnliches Muster erkennen. Als Beispiel kann man dabei sowohl OS X (Leopard > Snow Leopard, Lion > Mountain Lion), als auch das iPhone (iPhone 3G > iPhone 3GS, iPhone 4 > iPhone 4S, iPhone 5 > ?) heranziehen. Und auch in Sachen iOS passt der Vergleich. Während iOS 3 und iOS 5 aus Anwendersicht jede Menge Neues zu bieten hatten, waren aus dieser Sicht iOS 4 und iOS 6 eher enttäschend. Auch wenn ich bereits dargelegt hatte, warum dem bei iOS 6 nicht unbedingt so sein muss.
Apple kaschiert dies jedoch mit einem cleveren Trick. So veröffentlicht man die iOS-Versionen mit großen Neuerungen für den Anwender ("Tick"-Versionen) stets gemeinsam mit den eher wenig modifizierten S-Versionen des iPhone ("Tock"-Modelle). Hierdurch hat Apple stets etwas Neues in der Schublade und riskiert kein "innovationsloses" Jahr. Folgerichtig wäre dieses Muster auch in diesem Jahr mit iOS 7 ("Tick"-Version) und das iPhone 5S ("Tock"-Modell) zu erwarten. Die Gerüchteküche spricht jedenfalls deutlich dafür. Dennoch bringt Apple auch mit jeder S-Version des iPhone eine mehr oder weniger große Neuerung, die auf eine spezielle Funktion der neuen iOS-Version aufsetzt. Was aber könnte dies in diesem Jahr sein?
lesen Sie mehrMai 14: Neuer Dan Brown Roman "Inferno" als iBook verfügbar
Am Dienstagvormittag ein kleiner Tipp für alle Leseratten. Seit heute lässt sich der neue Dan Brown Roman "Inferno" nicht nur bei Amazon als gebundene Ausgabe und in der Kindle-Edition bestellen, sondern auch als iBook und gesprochenes Hörbuch laden. Im Mittelpunkt der Geschichte steht erneut der Kunstgeschichte-Professor und Symbologie-Experte Robert Langdon, der auch schon in den Dan Brown Titeln "Sakrileg - Der Da Vinci Code" und "Illuminati" mystisch-religiöse Rätsel löste und Verschwörungen aufdeckte. In Inferno wird Langdon "mit Geheimnissen, Rätseln und einer Verschwörung konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten und dunkelsten Meisterwerke der Literatur haben: Dantes Göttliche Komödie" konfrontiert. Ich persönlich mag die Schreibweise und die Stories von Dan Brown sehr und freue mich auf die 685 Seiten in der iBooks-Version auf meinem iPad mini.
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Mai 14: Die Hoffnung lebt: Apple sucht nach iWork-Entwicklern
Die aktuelle Version von iWork für den Mac, welches im Paket der drei Apps Pages, Numbers und Keynote immer noch unter dem Namen "iWork '09" läuft, hat
seine letzten kleineren Updates im Dezember vergangenen Jahres erhalten, während das letzte große Update mittlerweile über vier Jahre zurückliegt. Das letzte größere Update für die iLife-Suite datiert vom Oktober 2010. Zeit für ein großes Update wäre es in beiden Fällen also allemal. Zumindest im Falle von iWork ist aber nun ein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Bereits Anfang Februar tauchten erste Stellenangebote auf, die Hoffnungen auf Apples Bemühungen in Richtung einer neuen Version schürten. Nun haben die Kollegen von Apple Bitch weitere Angebote entdeckt. Unter anderem werden Entwickler gesucht, die an "the next generation of Desktop, Mobile, and Web application/services." für iWork arbeiten sollen. Zudem sind eine ganze Reihe weiterer Stellen zu besetzen, wie drei Qualitätssicherungs-Ingenieure, ein Production Specialist, ein Technical Production Ninja, ein Verification Engineer, ein Visual Motion Designer, sowie ein HiDPI Image Specialist mit speziellen Fokus auf Retina-Displays.
Der Aufgabenfokus des neuen Teams, in dem auch Jony Ive seine Finger im Spiel haben dürfte, soll dabei offenbar auf einem Re-Design des User Interface liegen. In diesem Zusammenhang ist auch der Kauf von 18 Patenten von Maya-Systems durch Apple interessant die neue Ansätz für ein solches Re-Design beinhalten könnten.
Mai 11: Zweistufige Bestätigung für Apple-ID nun auch in Deutschland [UPDATE]
Mitte März hatte Apple in den USA, Großbritannien, Australien, Irland und Neuseeland damit begonnen, die inzwischen von vielen Internet-Unternehmen präferierte Zwei-Schritt-Überprüfung für seine Apple-ID einzuführen. Hierbei wird ein "vertrautes Gerät" definiert, welches anschließend für den Empfang eines Sicherheits-Codes verwendet wird, den man wiederum benötigt, wenn man sein Passwort vergessen hat oder sonstigen Änderungen am Account vorgenommen werden sollen. Unter anderem werden damit auch die nicht gut angekommenen drei Sicherheitsfragen abgelöst, die Apple hierfür bislang verwendet hatte. Seit gestern Abend steht diese Funktion nun weltweit zur Verfügung, so dass sie auch für deutsche Apple-IDs aktiviert werden kann. Hierzu meldet man sich zunächst auf Apples Webseite zur Verwaltung der Apple-ID an und wählt dort die Option "Apple-ID verwalten". Unter dem Punkt "Kennwort und Sicherheit" klickt man zunächst auf "Zweistufige Bestätigung" und anschließend auf "Erste Schritte". Alles weitere wird danach auf dem Bildschirm erklärt. Unter anderem bestimmt man hier dann mindestens ein "vertrauenswürdiges Gerät", an das unmittelbar von Apple ein Bestätigungscode gesendet wird, der anschließend in ein entsprechendes Formular eingegeben wird.
Wichtig: Neben dem Bestätigungscode erhält man auch noch einen 14-stelligen Wiederherstellungschlüssel, den man am besten ausgedruckt an einem sicheren Ort aufbewahrt. Dieser Schlüssel wird benötigt, wenn man keinen Zugriff mehr auf die vertrauenswürdigen Geräte oder sein Kennwort vergessen hat.
Nach der Einrichtung der zweistufige Bestätigung für die Apple-ID benötigt man für Änderungen am eigenen Account neben der ID und dem Passwort fortan auch ein zugehöriges vertrauenswürdiges Gerät. Apple hat für alle Fragen rund um die neue Funktion bereits eine umfangreiche deutschsprachige FAQ veröffentlicht. Das Feature wird aktuell noch ausgerollt, so dass es vorkommen kann, dass noch nicht jeder User hierauf Zugriff hat. Dies sollte sich in den kommenden Stunden aber ändern. Die Nutzung ist jedem Besitzer einer Apple-ID wärmstens empfohlen.
UPDATE: Inzwischen hat Apple die neue Funktion wieder ausgesetzt. Es ist aber davon auszugehen, dass sie wohl schon bald wieder für weitere Apple-IDs zur Verfügung stehen wird.
Mai 11: Apple plant Neuerungen bei AppleCare
Apple wird immer mal wieder von verschiedenen Seiten für seine Garantie-Politik kritisiert. Erwirbt man ein Produkt aus Cupertino, erhält man dazu in der Regel eine einjährige Hardware-Garantie und bis zu 90 Tage kostenlosen Telefonsupport. Möchte man dies erweitern, muss man zusätzlich zu jedem Gerät (!) einen AppleCare Protection Plan erwerben, der je nach Gerät unterschiedliche Leistungen beinhaltet und bis zu € 250,- kostet. Einem Bericht von AppleInsider zufolge soll es hier jedoch im Herbst größere Änderungen geben. Auf einem internen Town Hall Meeting sollen diese bereits den Mitarbeitern mitgeteilt worden sein. Demnach sollen die AppleCare-Verträge dann nicht mehr auf einzelne Geräte, sondern stattdessen auf Personen bezogen sein. Somit muss ein Kunde nur noch einen Vertrag abschließen, der dann erweiterte Gewährleistungen für alle seine Apple-Geräte beinhaltet. Wie viel ein solcher Vertrag dann kosten soll, konnte allerdings noch nicht in Erfahrung gebracht werden.
Eine weitere Neuerung betrifft die Reparaturleistungen in den Apple Stores. Wurden defekte Geräte in der Vergangenheit von Apple in der Regel komplett gegen ein Refurbished-Gerät ausgetauscht, sollen Store-Mitarbeiter künftig in der Lage sein, die meisten Reparaturen vor Ort direkt an dem defekten Gerät vorzunehmen. Hierdurch möchte man pro Jahr bis zu eine Milliarde Dollar an Kosten einsparen sowie die Kundenzufriedenheit steigern.
Mai 10: [iOS] AppStore Perlen 19/13
Erst vor Kurzem rief das Verbraucherschutzministerium Hessen eine bereits länger vorhandene Unzulänglichkeit des AppStore auf den Plan. Während Verbraucher beim Onlinekauf physischer Güter wie DVDs, Elektronik oder Kleidung ein 14-tägiges Rückgaberecht besitzen, können digitale Güter wie MP3s oder digitale Kopien von Filmen nicht zurück gegeben werden. Gleiches gilt auch für Apps. Apple bietet hier lediglich aus Kulanzgründen pro Kunde eine Rückgabe pro Jahr an. Das Ministerium fordert nun, diesen Umstand zu beheben. Eine deutlich bessere Variante bringt aus meiner Sicht Amy Worrall (via Daring Fireball) ins Spiel. Sie setzt sich dafür ein, dass Apple mit iOS 7 eine generelle Möglichkeit für Entwickler einführt, zeitlich begrenzte Demo-Versionen ihrer Apps in den Store stellen zu können. Der Entwickler könne dann entscheiden, ob er seine App 1, 7 oder 30 Tage als Demoversion bereitstellt, oder diese Möglichkeit deaktiviert. Im AppStore könnte dann ein neuer Button "7 Tage testen" neben dem klassischen "App kaufen"-Button erscheinen, während geladene Demoversionen einen Banner "Demo" tragen, so wie seit iOS 6 neu geladene, aber noch nicht gestartete Apps einen "Neu"-Banner besitzen. Während die Demoversion dann genutzt wird, wird am oberen Rand permanent unter der Statusleiste ein Balken eingeblendet, der hieran erinnert und zudem die restliche Laufzeit der Demoversion anzeigt. Ein Tap auf den Balken öffnet den AppStore und lässt den Nutzer die App dort kaufen. Pro Apple-ID soll lediglich eine Test-Phase einer App zur Verfügung stehen. Eine aus meiner Sicht sehr gute und vor allem praktikable Idee, die sich hevorragend in Apples Ökosystem eingliedern ließe. Nun aber viel Spaß mit den [iOS] AppStore Perlen dieser Woche!





